MAV Plakatleinwand Aufn  17 03 2016

Aufnahme: A. Ziesmann

Entgeltfortzahlung bei Krankheit

Für Mitarbeitende die nach TV-L angestellt sind

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Entgeltfortzahlung und Krankengeldzuschuss nach § 22 TV-L

Entgeltfortzahlung
Werden Beschäftigte durch Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit an der Arbeitsleistung verhindert, erhalten sie für die Dauer von bis zu sechs Wochen das Entgelt weitergezahlt. Voraussetzung ist, dass der Beschäftigte diese Arbeitsunfähigkeit nicht grob fahrlässig verschuldet hat.
Bei erneuter Arbeitsunfähigkeit innerhalb von sechs Monaten infolge derselben Krankheit gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
Nach Ablauf der sechs Wochen erhalten Beschäftigte, für die Zeit für die ihnen Krankengeld oder gesetzliche Leistungen zustehen, ein Krankengeldzuschuss.
Der Krankengeldzuschuss errechnet sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den tatsächlichen Leistungen des Sozialleistungsträgers/Krankenkasse und dem Nettoentgelt.

Der Krankengeldzuschuss wird bei einer Beschäftigungszeit

- von mehr als einem Jahr längstens bis zum Ende der 13. Woche
und
- von mehr als drei Jahren längstens bis zum Ende der 39. Woche

seit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit gezahlt.
(2020-11-03)

Für Mitarbeitende die nach TV DN angestellt sind

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Entgeltfortzahlung und Krankengeldzuschuss nach § 31 TV DN

Entgeltfortzahlung
Ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung entsteht nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses (§ 3 Abs. 3 Entgeltfortzahlungsgesetz).

Wird die Arbeitnehmerin durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit ohne ihr Verschulden oder durch Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation an der Arbeitsleistung gehindert, erhält sie für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit für die Dauer von bis zu sechs Wochen sowie nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen bei Wiederholungserkrankungen das Urlaubsentgelt fortgezahlt. Nach Ablauf des nach Satz 1 maßgebenden Zeitraums erhält die Arbeitnehmerin, die zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit eine Unternehmenszugehörigkeit (§ 7) von mehr als einem Jahr erreicht hat, für die Zeit, für die ihr Krankengeld oder entsprechende Leistungen zustehen, einen Krankengeldzuschuss.

Der Krankengeldzuschuss ergibt sich aus der Höhe der Differenz zwischen dem festgesetzten Nettokrankengeld und dem sich nach Abs. 3 Satz 1 ergebenden Nettoarbeitsentgelt. Er wird seit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Erkrankung längstens
– bis zum Ende der 13. Woche bei Unternehmenszugehörigkeit von mehr als einem Jahr,
– bis zum Ende der 26. Woche bei einer Unternehmenszugehörigkeit von mehr als drei Jahren
– und bei Arbeitsunfällen – unabhängig von der Unternehmenszugehörigkeit

gezahlt.
(2020-11-03)