MAV Plakatleinwand Aufn  17 03 2016

Aufnahme: A. Ziesmann

Fortbildung / Qualifikation / Bildungsurlaub

Alles zum Thema rund um die Weiterbildung

Fortbildung

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Was muss ich tun um eine berufliche Weiterbildung (hier für den Bereich Kindertagesstätten) zu machen?

Eine berufliche Weiterbildung dient der Qualifikation. Aufbauend auf eine Ausbildung sollen mit einer beruflichen Weiterbildung neue Qualifikationen vermittelt, erhalten oder aufgefrischt werden um somit die Beschäftigungs- und Aufstiegschancen zu erhöhen. Diese erstreckt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum – anders als bei Fortbildungen, die meist als Tagesseminar abgehalten werden – und werden meist durch Prüfungen nachgewiesen.

Um eine berufliche Weiterbildung in Anspruch zu nehmen ist es erforderlich, diese schriftlich bei der Kita-Leitung zu beantragen. Die Kita-Leitung verfasst eine schriftliche Stellungnahme zur Befürwortung und Notwendigkeit und leitet diese an die Pädagogische Leitung weiter. Diese prüft den Antrag und gibt eine (positive) Stellungnahme zu der beantragten Weiterbildung. Wenn diesem Antrag entsprochen wird, erfolgt die Genehmigung durch den Kindergartenausschuss/Geschäftsführung.

Wenn alle beteiligten Gremien dieser beantragten beruflichen Weiterbildung zugestimmt haben, kann die Anmeldung erfolgen.

Übernahme der Kosten
Eine berufliche Weiterbildung findet zum Teil während der Arbeitszeit statt, aber auch an Wochenenden. Da der Kirchenkreis Celle als Anstellungsträger die Kosten dieser Weiterbildung übernimmt, wird eine Vereinbarung über die Kostenerstattung geschlossen. In dieser Vereinbarung wird geregelt, welche Kosten vom Anstellungsträger übernommen werden. In der Regel werden die gesamten Fortbildungskosten dieser Maßnahme übernommen. Ausnahmen sind die Übernahmen von Fahrtkosten, evtl. Übernachtungen, Literatur und Prüfungsgebühren die in Zusammenhang mit dieser beruflichen Weiterbildung stehen.

Die restlichen selbstgetragenen Kosten können evtl. steuerlich geltend gemacht werden.

(eingestellt: 2017-11-28)

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Fortbildungen / Qualifizierungen

Im TV-L findet man das Thema "Fortbildungen" unter dem Oberbegriff Qualifizierung  (§3 TV-L).
Qualifizierungsmaßnahmen sind laut TV-L (§ 3 TV-L):
a) die Fortentwicklung der fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen für die übertragenen Tätigkeiten (Erhaltungsqualifizierung),
b) der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen (Fort- und Weiterbildung),
c) die Qualifizierung zur Arbeitsplatzsicherung (Qualifizierung für eine andere Tätigkeit; Umschulung)
d) die Einarbeitung bei oder nach längerer Abwesenheit (Wiedereinstiegsqualifizierung).

Im TV-L wird ein hohes Qualifikationsniveau und lebenslanges Lernen als gemeinsames Interesse von Beschäftigten und Arbeitgebern beschrieben. Eine Qualifizierung dient der Steigerung von Effektivität und Effizienz der Einrichtung, der Personalentwicklung und Nachwuchsförderung, sowie der Steigerung von beschäftigungsbezogenen Kompetenzen.
Eine Qualifizierungsmaßnahme wird dokumentiert und den Beschäftigten schriftlich bestätigt.

Die Zeiten von vereinbarten Qualifizierungsmaßnahmen gelten als Arbeitszeit. Berechnet wird die tatsächlich geleistete Zeit, maximal aber 11 Stunden pro Tag (§11 Abs. 3 DVO):

Wegezeiten (Hin-Rückfahrt) + Fortbildung + evtl. Wartezeiten
Dabei wird kein Unterschied zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten gemacht. Es gelten die tatsächlich geleisteten Stunden. Dauert die Fortbildung einschließlich der Wege- und Wartezeiten länger als, die für den Tag vereinbarte Arbeitszeit, fallen Mehrarbeit oder Überstunden an. Es ist eine verkehrte Annahme, dass ein Fortbildungstag, egal wie lange er dauert, nur mit der Arbeitszeit eines Arbeitstages berechnet wird.

Beschäftigte, die im dienstlichen Interesse an Tagungen und sonstigen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen teilnehmen, erhalten die Fahrkosten und den Lehrgangs-, Veranstaltungs- oder Tagungsbeitrag einschließlich der Kosten für gemeinsame Unterkunft und Verpflegung. Bei Übernachtungen wird eine Eigenbeteiligung erhoben, die sich nach der Stundenanzahl der eigenen Beschäftigung richtet, die aber jederzeit im Kirchenamt (siehe auch unter Punkt: Eigenanteil bei Fortbildungsveranstaltungen) erfragt werden kann.
Bei einer Fortbildung in der eigenen Einrichtung ist die Fortbildungszeit ohne Abzüge Arbeitszeit (eine Mittagspause würde als Pause abgezogen).

Bei Fortbildungen außerhalb der Einrichtung muss ein Dienstreiseantrag gestellt werden.
Die Dauer der Dienstreise richtet sich nach der Abreise und Ankunft an der Wohnung. Wird die Dienstreise an der Dienststelle angetreten oder beendet, so tritt diese an die Stelle der Wohnung.
Für eine Dienstreisegenehmigung muss das Formblatt "Antrag auf Genehmigung einer Dienstreise" ausgefüllt werden, welche auch im Kirchenamt Celle ausliegen. Die Kosten für eine Dienstreise übernimmt der Arbeitgeber.

(eingestellt: 2017-11-28)

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Eigenbeteiligung an Fortbildungen

Auf Seite 111 des Kirchlichen Amtsblattes Nr. 2/2007, herausgegeben am 30. März 2007, hat das Landeskirchenamt die Änderung der Grundsätze zur Eigenbeteiligung der Mitarbeitenden bei Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen bekannt gegeben.

Bis Ende 2005 wurde von den Mitarbeitenden bei Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen ein Eigenanteil in Höhe von 8 Euro erhoben.

Aus finanziellen Beweggründen erhöhte die Landeskirche den Betrag auf 15 Euro pro Tag.
Diese Erhöhung löste einen Sturm der Entrüstung bei den Beschäftigten und Mitarbeitervertretungen aus.
Eingaben und Protestschreiben wurden an das Landeskirchenamt gerichtet und die Landeskirche darin aufgefordert, die Erhöhung zurück zu nehmen.
Insbesondere für die vielen teilzeitbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen in den niedrigeren Vergütungsgruppen, die ebenfalls zur Teilnahme an Fortbildungen verpflichtet sind, war der erhöhte Eigenanteil im Verhältnis zu ihren Einkommen verständlicherweise zu hoch und nicht akzeptabel.
Die Landeskirche hat aufgrund der Eingaben und Proteste eine Überprüfung zugesagt.

Das Ergebnis der Überprüfung liegt nun vor und sieht wie folgt aus:

Die Eigenbeteiligung für die Teilnahme an einer Fort- oder Weiterbildungsveranstaltung, die wenigstens eine Übernachtung einschließt, beträgt

- mindestens 8 Euro pro Tag für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die nur bis zu 50 % der
  regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit  beschäftigt sind,
- mindestens 12 Euro pro Tag für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die bis zu 75 % der
  regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit beschäftigt sind,
- und im Übrigen mindestens 15 Euro pro Tag.

Von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soll keine Eigenbeteiligung erhoben werden.

An- und Abreisetag gelten als ein Tag.

Die Neuregelung ist mit der Bekanntmachung im Kirchlichen Amtsblatt 2/2007 vom 30. März 2007 in Kraft getreten.

(eingestellt: 2017-11-28)

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Bildungsurlaub - Was ist das und wofür kann ich ihn beantragen?

Bildungsurlaub dient der Erwachsenenbildung und ist nicht zu verwechseln mit der beruflichen Qualifikation. Mitarbeitende können nach § 10 des NBildUG für anerkannte Bildungsveranstaltungen Bildungsurlaub beantragen. Dieser Anspruch kann erstmals nach sechsmonatigem Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses beantragt werden und umfasst fünf Arbeitstage innerhalb des laufenden Kalenderjahres. Wenn Mitarbeitende mehr oder weniger als an fünf Arbeitstagen arbeiten, so ändert sich der Anspruch auf Bildungsurlaub entsprechend.

Als anerkannte Bildungsveranstaltungen gelten:
- Weiterbildungen in Sinne des § 1 NBildUG,
- sie jeder Person offensteht (Ausnahme wenn der Teilnehmerkreis aus besonders pädagogischen Gründen geboten ist),
- das Programm veröffentlich wird,
- Lehrkräfte und Bildungsziele eine sachgemäße Bildungsarbeit gewährleisten.

- Nicht anerkannte sind Veranstaltungen:
- die die Zugehörigkeit zu Parteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften oder ähnlichen Vereinigungen voraussetzen,
- unmittelbar der Durchsetzung politischer Ziele dienen,
- der Erholung, der Unterhaltung, Körper- oder Gesundheitspflege, künstlerischen und kunsthandwerklichen Betätigungen dienen,
- dem Erwerb der Fahrerlaubnis oder ähnlichen Berechtigungen dienen oder,
- als Studienreise dienen.

Nicht ausgeschöpfter Bildungsurlaubsanspruch des vorangegangenen Kalenderjahres kann noch im laufenden Jahr geltend gemacht werden. Soweit der Arbeitgeber zustimmt, können diese nicht ausgeschöpften Ansprüche geltend gemacht werden. Dieses gilt jedoch nur, wenn sie gemeinsam mit dem Bildungsurlaubsansprüchen des laufenden und des vorangegangenen Kalenderjahres für eine zusammenhängende Bildungsmaßnahme geltend gemacht werden.

Der Arbeitgeber kann die Gewährung von Bildungsurlaub ablehnen, sobald die Gesamtzahl der Arbeitstage nach dem Gesetz in Anspruch genommen worden sind. Aber auch betrieb- und dienstliche Gründe können zur Ablehnung eines Bildungsurlaubsantrages führen.

Wenn der Mitarbeitende während des Bildungsurlaubs erkrankt und die Teilnahme an der Bildungsveranstaltung nicht möglich ist, so wird die Zeit der Erkrankung nicht auf den Bildungsurlaub angerechnet. Diese muss durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden.

Bildungsurlaub sollte so früh wie möglich, in der Regel mindestens vier Wochen vor Beginn der Maßnahme, beantragt werden. Ist der Antrag nicht mindestens vierzehn Tage vor Beginn schriftlich abgelehnt, so gilt er als genehmigt. Die Teilnahme ist durch eine Bescheinigung dem Arbeitgeber nachzuweisen.

(eingestellt: 2017-11-28)